Allgemein Gesundheit

Kokoswasser und seine Wirkung

Kokosmehl wird aus der Kokosnuss gewonnen
Geschrieben von Julia Ullrich

Kokoswasser gewinnt man aus der noch unreifen Kokosnuss. Je reifer eine Kokosnuss ist, desto weniger Kokosnusswasser ist in ihr enthalten. Wenn man eine sehr unreife Kokosnuss öffnet, kann man bis zu einem halben Liter Kokoswasser aus ihr gewinnen. Man kann es direkt aus der Kokosnuss trinken, es ist fettarm und klar und verfügt über viele gesunde Inhaltsstoffe. Außerdem ist es angenehm im Geschmack und verfügt über basische und isotonische Eigenschaften. Als solches ist es in vielen Ländern ein passender Ersatz für das fehlende Trinkwasser. Auch bei uns ist Kokosnusswasser eine geeignete Alternative zu den oft zucker- und/oder fetthaltigen Getränken.

Was ist drin im Kokoswasser?

Die im Kokoswasser enthaltene Fructose sorgt für einen Energiegehalt von rund 20 Kalorien je 100 ml. Zum Vergleich: Dieselbe Menge Orangensaft hat einen Nährwert von rund 45 Kalorien und Cola hat etwa 42 Kalorien. Wer also nicht immer nur Wasser trinken möchte, findet in Kokosnusswasser vielleicht eine gute Alternative zu Softdrinks.

Kokoswasser besteht zu rund 91% aus Wasser. Des Weiteren sind Fett (ca. 1%), Kohlenhydrate (ca. 5%) und Eiweiß (ca. 0,6%) Bestandteile des Kokoswassers.

Das Wasser einer unreifen Kokosnuss beinhaltet eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Bereits wenige Gläser davon am Tag, decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen.

Kokoswasser ist gesund

Kokoswasser enthält viele wichtige Stoffe

InhaltsstoffNährwert
Fett0,40 g
Kohlenhydrate4,90 g
Salz0,23 g
Vitamin B110,00 µg
Vitamin B220,00 µg
Vitamin B3100,00 µg
Vitamin B550,00 µg
Vitamin B675,00 µg
Vitamin B70,50 µg
Vitamin B94,00 µg
Vitamin C2,00 µg
Folsäure10,00 µg
Calcium25,00 mg
Chlor180,00 mg
Kalium280,00 mg
Magnesium30,00 mg
Natrium45,00 mg
Phosphor30,00 mg
Schwefel23,00 mg
Eisen0,10 mg
Jod0,40 µg
Kupfer220,00 µg
Mangan400,00 µg
Zink0,10 mg

 

Wie wirkt Kokoswasser?

Durch seine isotonischen Eigenschaften ist Kokosnusswasser nicht nur ein leckeres Erfrischungsgetränk, sondern auch bestens für Sportler und Menschen geeignet, die viel leisten. Das Verhältnis von Nährstoffen zur Flüssigkeit ist ungefähr dasselbe, wie das im menschlichen Blut. Tatsächlich wurde Kokoswasser in den Tropen schon als Blutserumersatz verwendet.

Die säurehemmende (basische) Wirkung des Kokoswassers ist ein gutes und natürliches Hilfsmittel, wenn der Körper übersäuert ist. In der ayurvedischen Lehre benutzt man Kokosnusswasser zur Nierenreinigung. Angeblich hat man in den 80er Jahren sogar eine Auflösung von Nierensteinen beobachtet. Diese wurde jedoch durch das direkte injizieren des Kokoswassers in die Harnröhre hervorgerufen, was in der Umsetzung wohl eher nicht in Frage kommt.

Der hohe Kaliumgehalt optimiert den Flüssigkeitshaushalt im Organismus. Die Mineralstoffe, die durch Schwitzen verloren gehen, werden wieder ausgeglichen.

Weitere Wirkungen von Kokoswasser

Haare sind Ausdruck unserer Persönlichkeit

Kokoswasser hat eine positive Wirkung auf Haut und Haare

Auf den Stoffwechsel: Mit Hilfe von Kokoswasser werden Schlacken und Giftstoffe schneller aus den Zellen des Körpers abtransportiert. Die Zellen werden dadurch gereinigt. Stoffwechselerkrankungen kann somit vorgebeugt bzw. vorhandene Erkrankungen können gemildert werden.

Hemmung der Bakterienbildung: Die entzündungshemmende Wirkung und die natürliche Sterilität von Kokosnusswasser, machen es zu einem wirkungsvollen Helfer bei Infektionen jeder Art. Kokoswasser hat außerdem eine fiebersenkende Wirkung. Hat man eine frische Kokosnuss zur Hand, kann man das daraus gewonnene Wasser auch zur Desinfektion von Wunden verwenden.

Entgiftung: Kokoswasser enthält schwefelhaltige Aminosäuren, die in der Lage sind, schädliche Stoffe zu binden. Diese Stoffe werden durch die Nahrung oder durch die Luft aufgenommen. Sind sie gebunden, kann der Körper sie auf natürlichem Wege ausscheiden, was eine Schädigung der Gesundheit verhindert.

Haut und Haar: Durch die optimale Mischung an Inhaltsstoffen, können Defizite im menschlichen Körper durch die Einnahme von Kokosnusswasser ausgeglichen werden. Dies wirkt sich auch positiv auch Haut und Haare aus, die sich besser regenerieren und nachwachsen können.

Der Unterschied zwischen Kokoswasser und Kokosmilch

Kokoswasser wird – wie bereits erwähnt – ganz natürlich aus einer unreifen Kokosnuss gewonnen. Die Kokosmilch muss hingegen von Menschenhand hergestellt werden. Hierzu raspelt man das Fleisch der reifen Kokosnuss vermischt es mit Wasser. Den daraus entstandenen Brei presst man aus, wodurch die weiße Kokosmilch entsteht. Im Gegensatz zu Kokoswasser enthält Kokosmilch sehr viel Fett.

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Julia Ullrich