Allgemein Gesundheit

Kokosöl gegen Zecken, Flöhe, Läuse und Milben

Zecken mögen den Geruch von Kokosöl nicht
Geschrieben von Julia Ullrich

Jedem ist heutzutage bewusst, dass Zecken schwerwiegende Krankheiten übertragen oder auslösen können. Ein Zeckenbiss kann auch erst Jahre später Symptome verursachen. Nicht nur für den Menschen, auch für das Haustier kann die Zecke gefährlich sein.

Obwohl man von einem Zeckenbiss redet ist es eigentlich viel mehr ein Stich. Die Zecke kratzt die Haut des Wirtes auf und verhakt sich mit ihren Widerhaken. Das Festsetzen unterstützt sie außerdem mit einem Sekret, dass wie eine Art Klebstoff zwischen Zeckenmund und Haut wirkt. Den meisten Menschen fällt so ein Zeckenstich gar nicht auf. Das liegt daran, dass bei dem Stich selbst ein anderes Sekret ausgesondert wird, das betäubende Wirkung auf die betreffende Hautstelle hat.

Zecken mögen den Geruch von Kokosöl nicht

Zecken mögen den Geruch von Kokosöl nicht

Um Zeckenbissen vorzubeugen, können Sie Kokosöl benutzen. Kokosöl hat in seinen Inhaltsstoffen auch Laurinsäure. In reinem Kokosöl liegt der Gehalt bei 60%, was sehr hoch ist wenn Sie bedenken das Butter nur 2-3% Laurinsäure enthält. Die entsprechenden Hautstellen sollten mit Kokosöl eingerieben werden. Das ist besonders in der Zeckensaison empfehlenswert. So sorgen Sie dafür, dass Zecken Sie meiden. Sollte dennoch die ein oder andere den Weg zu Ihnen oder Ihrem Haustier finden, dann beobachten sie dies: In den meisten Fällen lassen Zecken schon nach kurzer Zeit wieder ab ohne Ihre Zeckenbiss vollzogen zu haben.

Wie fängt man sich Zecken ein?

Zecken sind meist in hohem Gras unterwegs, nie auf hohen Bäumen. Sie sitzen maximal an Stellen, die einen Meter hoch sind. Im hohen Gras kommen dann entweder Menschen oder Tiere vorbei. Streifen sie den Grashalm, auf dem die Zecke sitzt, dann lässt sich die Zecke mitreißen und hat so ihren neuen Wirt auserwählt. Wird sie nicht schnell entdeckt kann sie sich nun in Ruhe festbeißen und das Blut aufsaugen.

Um sich nun eben davor zu schützen, dass eine Zecke gewillt ist Sie oder Ihr Haustier als Wirt zu beanspruchen, sollten Sie sich vor jedem Wanderausflug mit Kokosöl einreiben. Der Schutzmantel weist einen Geruch auf, der zwar nicht für den Menschen oder das Haustier intensiv oder gar abstoßend ist, jedoch ist er sehr unangenehm für den Parasiten. Bei bereits erfolgten Bissen kann das Kokosöl Linderung schaffen.

Kokosöl gegen Flöhe, Läuse und Milben

Ungeziefer, wie Läuse, Flöhe oder Milben, sind keine gern gesehenen „Gäste“ bei Menschen und Tieren. Ein Befall durch die kleinen Parasiten ist nicht nur lästig, sondern kann auch ernsthafte gesundheitsschädliche Folgen nach sich ziehen. Daher ist es wichtig, schnell Abhilfe zu schaffen oder schon vor dem Befall entsprechende Maßnahmen gegen die Schädlinge zu treffen.

Kokosöl hilft nachweislich als vorbeugendes Mittel und zur Behandlung betroffener Stellen bei Parasitenbefall. Die Wirkung wurde in wissenschaftlichen sowie klinischen Studien bestätigt. Hierbei ist der große Vorteil, dass Kokosöl rein natürlich ist. Es verursacht im Gegensatz zu chemischen Mitteln keine Nebenwirkungen, wie Hautreizungen oder Vergiftungserscheinungen.

Kokosöl ist bei Zimmertemperatur fest

Parasiten vorbeugen mit Kokosöl

Die vorbeugende Wirkung verdankt das Kokosöl einem seiner Inhaltsstoffe: der Laurinsäure. Diese schreckt Parasiten durch ihren Geruch ab und vertreibt diese erfolgreich. Das Gute daran ist, dass der für Insekten scheinbar sehr unangenehme Geruch für uns Menschen sowie auch für Haustiere nicht wahrnehmbar ist. Ein hoher Laurinsäuregehalt im Kokosöl wirkt somit als effektiver Schutz gegen Parasiten oder sogar als Zeckenmittel.

Sollten die kleinen Plagegeister jedoch schon Eier gelegt haben, die sie bei der Flucht zurück lassen, so hilft Kokosöl auch hierbei. Es wirkt antimikrobiell, das heißt es reduziert die Vermehrung der Nachkommen oder tötet die Brut ab.

Kokosöl richtig einsetzen bei Floh- und Lausbefall

Wer kennt es nicht: Kopflausbefall im Kindergarten oder in der Schule. Unangenehmer Juckreiz, langwierige Untersuchungen der Haare sowie der Kopfhaut und das „Wegsperren“ von Kuscheltieren oder Kopfkissen sind die Folgen. Läuse können sich, genauso wie Flöhe, am ganzen Körper einnisten, die Kopflaus ist aber die wohl bekannteste unter ihrer Art.

Flöhe und Läuse vermehren sich unglaublich schnell und können somit zur Plage für den Betroffenen werden. Kokosöl verhindert, dass die Parasiten weitere Eier auf Mensch oder Tier ablegen und stoppt somit die Vermehrung. Zudem verschwinden die Lästlinge auch meist aufgrund des für sie unangenehmen Geruchs.

Bei Floh- oder Lausbefall kann der ganze Körper in regelmäßigen Abständen mit Kokosöl eingerieben werden. So erfolgt eine langfristige Vertreibung der Flöhe oder Läuse. Für die Anwendung im Haar bei Kopfläusen sollte beachtet werden, dass nicht nur die Haare, sondern auch die Kopfhaut ausreichend mit Kokosöl eingerieben wird. Nur so werden sie alle lästigen Eier der Läuse los.

Zu Millionen in unseren Betten: die Milbe

Milben bekämpfen mit Kokosöl

Milben nisten sich zumeist in Matratzen, Polstermöbeln oder Textilien ein, da sie sich von Hautschuppen ernähren und somit Orte aufsuchen, an denen sich Mensch und Tier oft aufhalten. Der Staub, in dem die nicht sichtbaren Parasiten leben, kann allergische Reaktionen oder Krankheiten bei uns hervorrufen.

So sorgen Sie für den Milbenschutz: Kokosöl kann sowohl bei Menschen als auch bei Tieren angewendet werden. Entweder innerlich, zum Beispiel mit der Nahrungsaufnahme, oder äußerlich. Das Tierfell oder die Haut ist dabei mit Kokosöl einzureiben. Zudem lassen sich die betroffenen Textilien mit einem Reiniger, der Kokosöl enthält, behandeln.

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Julia Ullrich