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Der Journalismus im Fernsehen

Geschrieben von Janina Winkler

Für viele ist es selbstverständlich am Abend den Fernseher einzuschalten, und sich Nachrichten oder andere Sendungen anzusehen. Hinter all diesen Produktionen steckt ein großer Aufwand. Sie dienen zur Unterhaltung, zur Information und sollen auch zum Nachdenken anregen. TV-Journalisten lernen bereits vom ersten Tag an, wie ein Beitrag zusammengesetzt wird, welche Musik im Zusammenhang mit der passenden Emotion als Untermalung eingesetzt werden kann und wie der Text für den Sprecher aufgebaut wird. Dabei arbeiten verschiedene Berufsgruppen Hand in Hand. Welche Schritte hier ineinander fließen und welcher Journalist für welchen Teil des Beitrages verantwortlich ist, das erklärt dieser Beitrag.

Die Bandbreite an TV-Produktionen ist groß

Im Fernseh-Journalismus wird zwischen verschiedenen Sparten unterschieden. Diese reichen von kurzen Nachrichtensequenzen über Magazin-Beiträge bis hin zu langen Reportagen. Dabei spielt es immer eine Rolle, wie lang das Gesamtwerk am Ende sein soll. Hierfür gibt es meist vom später ausstrahlenden Sender konkrete Angaben. Möchte das TV-Format später einen Teil des Beitrages ankündigen, so soll noch ein kurzer Teaser geschnitten werden. Dieser wird üblicherweise aus dem fertigen Beitrag zusammengesetzt. Er soll den Zuschauer über den folgenden Beitrag aufmerksam machen und ihn dazu bewegen, einzuschalten. Spannende Szenen, lustige Sequenzen oder ähnliches Material werden hierfür gerne verwendet. TV-Beiträge können wenige Sekunden lang sein oder Stunden füllen. Reportagen sind beispielsweise lange Beiträge. News sind in der Regel nur 30 Sekunden oder wenige Minuten lang. Die Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft META Productions hat sich beispielsweise auf Magazine und Reportagen spezialisiert. Die unterhaltsamen und spannenden Sendungen der Produktionsfirma aus Berlin müssen wie alle anderen vorab gedreht werden und das geht nicht ohne ein unterhaltsames und spannendes Thema, dass die Zuschauer anspricht. Danach kommen das Kamerateam, Schnitt und die Redakteure sowie Sprecher zum Einsatz. All diese Menschen sind TV-Journalisten und müssen diesen Beruf, bevor sie in ausüben können, in der Praxis und Theorie erlernen.

All diese Dinge braucht ein TV-Journalist

Journalisten müssen Recherchetechniken erlernen, welche ihnen später ein zügiges und vor allem gründliches Arbeiten ermöglicht. Das Sammeln von Fakten ist das tägliche Brot der Redakteure. Daraus werden später die Storys erarbeitet, welche dann als abgedrehte Beiträge im Fernsehen laufen. Bis dahin ist es jedoch ein langer Weg. Was so einfach wirkt, ist oftmals mit viel Aufwand verbunden. Eine Straßenumfrage erfordert stundenlanges stehen, fragen und anschließendes auswerten der gesammelten Meinungen. Danach erst erfolgen der Schnitt und die Fertigstellung. Meist sind diese Umfragen, die in der Fachsprache Vox-Pops genannt werden, nur ein Teil eines kompletten Beitrages. Der Kameramann muss verschiedene Bildausschnitte beherrschen. Zudem muss er in der Lage sein auf allen gängigen Kameramodellen zu drehen. Darüber hinaus wird auch häufig spezielles Licht benötigt. Vor allem, wenn die Aufnahmen in einem Gebäude stattfinden. Heute verfügen Kameraleute meist über das nötige Wissen, einen Raum, oder eine Szene entsprechend durch Lichttechnik auszuleuchten. Bei größeren Beiträgen, Filmen oder Reportagen werden hierfür spezielle Beleuchter engagiert. Da der Ton ein wichtiges Mittel in TV-Sendungen ist, ist der Beruf des „Tonmannes“ ein eigenständiger Ausbildungsgang. Sie sind ebenfalls Teil des Kamerateams und ergänzen somit den Kameramann und Redakteur. Nachdem das Material gedreht wurde, muss es im Schnitt zum fertigen Beitrag geschnitten werden. Diese Aufgabe übernimmt ein spezieller Journalist. Für die folgende Vertonung muss dann der Redakteur einen Text ausarbeiten, den der Sprecher später auf den fertigen Beitrag einsprechen wird. Die Sendeabnahme kontrolliert den fertigen Beitrag, gibt Anweisungen zur Änderung oder den Beitrag zur Sendung frei.

Nur Wissen genügt nicht

Das Handwerk der TV-Journalisten ist nicht das Einzige, was Medienschaffende mitbringen müssen. Talent, eine Affinität zu langen Arbeitszeiten und vor allem eine penible Gründlichkeit und das Interesse an vielen Themen sind ebenso wichtig. Zudem müssen diese Personen auch die Fähigkeit besitzen über den berühmten Tellerrand zu schauen, dürfen sich von Meinungen nicht blenden oder beeinflussen lassen und sollten zudem einen großen Weitblick für das Ganze besitzen. Diese Eigenschaften werden während der Ausbildung und der täglichen Arbeit immer weiter geschult und fortgebildet. Selbstverständlich müssen Journalisten sich selbständig immer wieder darum bemühen, technisch auf dem neuesten Stand zu sein und sich dem Verhalten der Zuschauer anzupassen.

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Janina Winkler