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Sparen in der Gründungsphase – wie Startups effektiv Kosten senken

Geschrieben von Katharina Berger

Die Existenzgründung verlangt frischgebackenen Selbstständigen einiges ab. Neben der psychischen Belastung und den organisatorischen Herausforderungen bereitet das finanzielle Risiko besonders Kopfzerbrechen. Mit der richtigen Vorgehensweise lässt sich das Sparpotenzial clever nutzen. Dieser Beitrag macht auf wirkungsvolle Maßnahmen aufmerksam.

Günstige Internetpräsenz statt teurer Agenturleistung

Keine Frage: Der Internetauftritt eines Unternehmens sollte von hoher Qualität geprägt sein. Usability und Inhalte müssen stimmen, um potenzielle Neukunden von sich zu überzeugen. Der Verzicht auf die Website ist somit keine Option. Dennoch lassen sich die Investitionskosten senken. Baukastensysteme sind eine günstige Alternative zu Agenturen für Webdesign, Suchmaschinenoptimierung und Co. Folgende Faktoren sollten aber auch bei der preiswerten Internetseite nie vernachlässigt werden:

  • kurze Ladezeiten
  • attraktives Design
  • Übersichtlichkeit
  • verständliche Menüführung
  • hochwertige Texte und Bilder
  • vollständige Kontaktdaten

Sobald genügend Kapital zur Verfügung steht, kann eine erfahrene Agentur beauftragt werden.

Preiswert werben: Print und Internet

Trotz Digitalisierung ist Printwerbung in vielen Branchen unverzichtbar. Ob Poster, Broschüren oder Bonuskarten. Auch die allgemeine Geschäftsausstattung mit Visitenkarten, Briefpapier oder bedruckten Briefumschlägen spielt eine wichtige Rolle und sollte dem Corporate Design gerecht werden. Sparen lässt sich durch die Bestellung von Druckartikeln im Internet. Bei Onlinedruckereien wie print24 können Startups günstige Flyer drucken lassen und müssen dafür weder das Büro verlassen, noch lange auf die Lieferung warten. Stattdessen gelingt die Bestellung in wenigen Minuten und auch der Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern ist schnell erledigt, weil eine virtuelle Kalkulation bei den meisten Anbietern selbstverständlich ist. Nachdem sämtliche Auswahlen wie Papierart, Format, Veredelungen und Co. getätigt wurden, erscheint direkt der Endpreis zum Auftrag.

Alternativ zu Print lohnt sich Onlinemarketing. Mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Onlinediensten wie Instagram können Gründer heute günstig werben und das überaus zielgruppenorientiert. Werbung lässt sich so schalten, dass Streuverluste regelrecht ausgemerzt werden und die Zielgruppe präzise angesprochen wird. Die Kosten sind im Vergleich zu Werbung in Printmagazinen, Zeitungen, Radio oder gar Fernsehen minimal, die Wirkung umso besser.

Fixkosten reduzieren: Miete, Strom und Versicherungen

Die Miete stellt einen erheblichen Anteil der monatlichen Fixkosten dar. Angesichts der steigenden Mieten in Städten ist es ratsam nach alternativen Standorten Ausschau zu halten. Wer nicht gerade im stationären Einzelhandel tätig ist und auf eine gute Lage angewiesen ist, kann durch das Mieten von Flächen in weniger stark frequentierten Regionen eine Menge Geld sparen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis sollte ausgeglichen sein. Eine spannende Sache sind Coworking-Spaces, gemeinschaftlich genutzte Räumlichkeiten. Ein Gründerportal hat die besten Coworking-Spaces aus jedem Bundesland arrangiert und beschleunigt damit die Suche.

Strom belastet das Geschäftskonto ebenfalls massiv. Genau wie im Privatbereich, ist regelmäßiges Vergleichen der Stromanbieter ein Muss, um möglichst günstig an Energie zu gelangen. Dank Vergleichsportalen wie Check24 oder Verivox ist die Gegenüberstellung von Stromlieferanten mittlerweile ein Kinderspiel. Dort kann gezielt nach Angeboten für Gewerbetreibende recherchiert werden. Gleiches gilt für Versicherungen. Auch hier stehen diverse Vergleichsportale für den Vergleich von Versicherern bereit. Hier einige der wichtigsten Versicherungen zum Absichern betrieblicher und privater Risiken:

  • Betriebshaftpflichtversicherung
  • Rechtschutzversicherung
  • Vermögensschaden-Haftpflicht
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Krankenversicherung
  • Sachversicherungen
  • Rentenversicherung

Gebrauchte und selbst gemachte Einrichtung bevorzugen

Neue Büromöbel sind nicht nötig. Es gibt hervorragende Gebrauchtmöbel auf dem Markt, die für einen Bruchteil der ursprünglichen Verkaufspreise angeboten werden. Onlinemarktplätze wie eBay Kleinanzeigen oder Shpock sind gute Anlaufstellen zum Stöbern. Eine weitere Sparmöglichkeit bieten selbst gemachte Möbel. Ob Paletten oder Elemente aus dem Baumarkt: Es gibt zahlreiche Lösungen für kleines Geld. Wie sich beispielsweise ein XL Schreibtisch für 100 Euro realisieren lässt, verrät das folgende Video von YouTube-Channel Helden der Werkstatt:

Sparsamkeit als Tugend

Nach diesen Tipps ist natürlich längst nicht Schluss. Es gibt für Gründer noch viele weitere Optionen, um die Ausgaben zu senken. Grundsätzlich sollte in den ersten Jahren nach der Existenzgründung besonders auf Sparsamkeit Wert gelegt werden. Viele Gründer machen den Fehler und geben das verdiente Geld für unnötige Dinge aus. Die Euphorie nach den ersten erfolgreich abgeschlossenen Aufträgen ist groß, genauso wie das Verlangen nach einer Belohnung. Doch das Risiko, dass schon kurze Zeit später womöglich Steuerzahlungen anfallen, unerwartete Rechnungen eintrudeln oder neue Aufträge ausbleiben, ist nicht zu unterschätzen. Wer keine Rücklagen bildet, kommt schnell in Verzug und erhöht den Druck auf sich selbst spürbar.

About the author

Katharina Berger

Katharina arbeitet und schreibt als Reise-Journalistin und Medien-Bloggerin bei der Text-Center.com