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Rasenschnitt sinnvoll nutzen: Diese Möglichkeiten gibt es

Geschrieben von Katharina Berger

Gartenbesitzer kennen dieses Problem wahrscheinlich sehr gut. Der heimische Garten muss gepflegt werden, der Rasen regelmäßig gemäht werden. Dabei entsteht der sogenannte Rasenschnitt, aber was tun damit? Das wollen wir in diesem Beitrag klären.

Was ist Rasenschnitt?

Wie oben schon angedeutet, entsteht der Rasenschnitt beim Mähen von Gras. Also ist dies nichts anderes als Abfall, der allerdings nicht immer nur Reste von Gras enthält, sondern oft auch Kleinholz oder Unkraut. Je nach Größe der gemähten Fläche kann durchaus sehr viel Rasenschnitt entstehen.

Wann sollte der Rasen gemäht werden?

Regelmässige Gartenpflege ist sehr wichtig für eine gesunde und schöne Wiese. Abhängig von der Jahreszeit werden unterschiedliche Rhythmen empfohlen. Im Großen und Ganzen wird empfohlen, das Gras wöchentlich zu mähen.

Erster Rasenschnitt nach Anbau

Sobald sich die in Erde gesäten Samen in grünes Gras entwickeln, sollte man für den ersten Schnitt des jungen Grüns bereit sein. Das wichtigste Kriterium, das zu beachten ist, ist die Höhe der Graspflanzen. Diese sollten mindestens etwa 70 Millimeter betragen. Auch sollte man den Rasen nicht bei schlechtem Wetter mähen.

Erster Rasenschnitt im Jahr

Sobald der Frühling eingekehrt ist, sollte der erste Schnitt erfolgen. Dieses erste Rasenmähen wird auch Säuberungsschnitt genannt und erfolgt typischerweise gegen Mitte oder Ende März.

Womit sollte man den Rasen schneiden?

Wir wissen jetzt, wann der Rasen geschnitten werden soll. Aber womit wird dies am besten erledigt? Man unterscheidet hier unter anderem Rasenmäher mit Strom oder Benzin, Mähroboter sowie Freischneider. Jedes dieser Gartengeräte hat seine individuellen Vorteile und Nachteile. Freischneider als Ergänzung zum Rasenmäher sind optimal.

Was kann man mit dem Rasenschnitt tun?

Nach erfolgtem Rasenmähen stellt sich nun die Frage, was tun mit dem Abfall. Man sollte jedoch nicht denken, dass dieser Abfall nutzlos ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den Rasenschnitt im eigenen Garten wiederzuverwerten.

Rasenschnitt entsorgen

Soll der Schnitt trotzdem entsorgt werden, ist die grüne Mülltonne die richtige Wahl dafür.

Rasenschnitt liegen lassen

Kann man das abgeschnittene Gras liegen lassen? Ja. Das geschnittene Gras kann die Nährstoffversorgung und die generelle Qualität des Bodens verbessern. Falls es in den Sommermonaten wenig regnet, verhindert der Rasenschnitt die Austrocknung des Bodens.

Wichtig ist dabei, dass die Grashalme nicht allzu lang sind. Empfohlen wird hier eine Länge von maximal zwei Zentimetern. Sollten sie länger sein, besteht die Gefahr, dass sie verfaulen und so dem Boden schlecht bekommen.

Rasenschnitt kompostieren

Eine weitere Möglichkeit, Rasenschnitt wiederzuverwerten, besteht darin, ihn zu kompostieren.

Was ist Kompost?

Kompost ist nichts anderes als verrotteter organischer Abfall. Dieser besteht üblicherweise aus Rasenschnitt, Gartenabfall, Obst- und Gemüsereste, Eierschalen, Speisereste oder Laub. Bauschutt, Glas, Medikamente oder Kunststoffe dürfen hingegen nicht kompostiert werden. Richtig kompostiertes Material kann hervorragend als Dünger weiter im Garten verwendet werden.

Rasenschnitt – Kompostierarten

Unterschiedliche Kompostierarten erfordern unterschiedlich hohen Aufwand. Im allgemeinen unterscheidet man zwischen Komposthaufen, Thermokompostern und Schnellkompostern. Wichtig für das Kompostieren von Rasenschnitt ist Feuchtigkeit.

Komposthaufen

Ein Komposthaufen ist schnell angelegt. Entweder man verwendet hierfür eine freie Fläche im Garten ohne irgendwelche Begrenzungen, oder man kauft im Fachhandel spezielle Holz- oder Kunststoff-Systeme.

Hier muss man Rasenschnitt, Obstschalen und Gartenabfälle jeweils übereinander schichten, und hin und wieder umschichten. Guter weiterverwertbarer Kompost entsteht bei dieser Methode nach etwa 1 bis 2 Jahren.

Schnellkomposter

Schnellkomposter sind geschlossene Systeme, das heißt die entstehende Wärme bleibt im Inneren des Behälters. Ebenso wird die Feuchtigkeit des Komposts besser geregelt. Durch das geschlossene System trocknet der Komposthaufen langsamer aus. Das Material wird hier bereits innerhalb weniger Monate kompostiert.

Thermokomposter

Der Thermokomposter ist die schnellste, aber auch teuerste Methode, um geeignetes Material zu kompostieren. Eine komplette Kompostierung dauert hierbei etwa 6 Monate.

Im Wesentlichen ist der Thermokomposter eine Weiterentwicklung des Schnellkomposters.

Auf Wärme angewiesen sollte der Thermokomposter möglichst in der Sonne stehen. Ebenfalls muss hier auf die richtige Schichtung des Komposts geachtet werden.

Mit Rasenschnitt mulchen

Mulchen bedeutet nichts anderes als mit dem richtigen Material den Boden zu bedecken. Damit wird die Erde gelockert und Dünger produziert. Um Rasenschnitt als Mulchmaterial zu verwenden, ist eigentlich nichts weiter zu beachten. Dieser kann direkt aus dem Fangbehälter des Rasenmähers genommen und auf die gewünschten Stellen  verteilt werden. Die Mulchschicht sollte jedoch nicht zu dick sein, da ansonsten die Mulch faulen kann. Ideal wäre eine Dicke von etwa 10 Zentimetern.

Fazit

Wie wir jetzt wissen, kann man den Rasenschnitt vielfältig weiterverwerten. Was Ihr jedoch mit eurem Rasenschnitt anstellt, bleibt natürlich euch überlassen. Wir hoffen, euch mit diesem Artikel in eurer Entscheidung unterstützt zu haben.

About the author

Katharina Berger

Katharina arbeitet und schreibt als Reise-Journalistin und Medien-Bloggerin bei der Text-Center.com